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Das Miteinander funktioniert gut

Dienstag, 10. Mai 2016 von Gerhard Dubinyi, HSt

Die Freiwillige Feuerwehr Cleebronn hat ein gutes Verhältnis zu den Wehren der Nachbarschaft. Das wurde einmal mehr beim Feuerwehrfest samt Tag der offenen Tür am Wochenende offenkundig. Zur gemeinsamen technischen Hilfeleistung bei einem simulierten Unfall wurden auch die Kameraden aus Güglingen einbezogen. Gefeiert wurde danach zwei Tage lang bei optimalem Wetter.

Der „Unfall“ an der Ecke Botenheimer Weg und Auweg sollte demonstrieren, wie Hand in Hand bei einem echten Unfall vorgegangen wird. Nach der Prüfung, ob die Insassen ansprechbar sind, ging es an die Personenrettung. „Die Fahrzeugstabilisierung und das vorsichtige Entfernen der Scheiben gehören hier grundsätzlich dazu. Letztlich müssen Erschütterungen verhindert werden. Die größtmögliche Sicherheit steht im Vordergrund“, meinte Kommandant Jörg Schellenbauer, der die Aktion kommentierte.

Beobachter

Die Cleebronner waren mit zwei Löschfahrzeugen im Einsatz. „Bei solchen Vorfällen und erforderlicher technischer Hilfeleistung arbeiten wir immer mit der Freiwilligen Feuerwehr Güglingen zusammen“, erläuterte Schellenbauer. Diese brachte neben dem Rüstfahrzeug auch gleich 21 französische Nachwuchsfeuerwehrleute mit sechs Betreuern aus Auneau mit. Sie sind derzeit aus Güglingens Partnerstadt für vier Tage im Zabergäu und verfolgten interessiert den Einsatz der beiden Wehren.

Für die Cleebronner ist die Jugendfeuerwehr längst ein wichtiges Thema. „Am 10.10.2010 wurde die Jugendfeuerwehr gegründet, jetzt trägt dies zunehmend Früchte“, stellte Bürgermeister Thomas Vogl fest. „Vier von ihnen unterstützen inzwischen die Aktiven und absolvierten bei dem Einsatz gleichzeitig ihre letzte Prüfung“, informierte der erste Stellvertreter des Kommandanten, Jochen Beyl, zufrieden.

Schicht

In Sachen Arbeit sind beim zweitägigen Feuerwehrfest alle im Einsatz, die verfügbar sind. Selbst der Bürgermeister lässt es sich nicht nehmen, mindestens eine Schicht lang an der Kasse zu sitzen.

Thomas Vogl ist stolz, in seiner Gemeinde eine solche Truppe zu haben, die derzeit 36 Aktive und 16 Jugendliche zählt, darunter drei Mädels. „Gerade in Sachen weibliche Mitglieder sind wir unterrepräsentiert“, meinte Vogl. Quereinsteiger gebe es hier kaum, deshalb sei die Wehrführung bestrebt, eine Steigerung des Frauenanteils über die Jugend zu erreichen.

Regelung

Klar geregelt ist bei den Einsätzen, dass bei Unfällen die Cleebronner mit den Kameraden aus Güglingen zusammenarbeiten, bei Brandeinsätzen dagegen mit Brackenheim kooperiert wird. „Alles hat erneut hervorragend geklappt“, meinte am Ende der Übung Kommandant Schellenbauer. Wünschen würde er sich allerdings eine etwas bessere Tagesverfügbarkeit. Dies sei jedoch nicht nur ein Problem in Cleebronn, sondern im ländlichen Raum allgemein. Er bekomme gerade eine Mannschaft zusammen, die in sechs Minuten einsatzbereit sei.

Eine weitere Einsatzübung zeigte die Cleebronner Jugendfeuerwehr am Sonntag. Sie musste eine Person unter einem Auto retten.

Aufgespielt hatten am Sonntag zunächst die Jugend und dann das Orchester des Musikvereins Cleebronn. Vor allem für die jüngeren Besucher kam Clown Olli. Er begeisterte die Kinder mit Malwettbewerb und speziellem Programm.

Bild: Übung bei simuliertem Verkehrsunfall: Zwei Freiwillige Feuerwehren, aus Cleebronn und Güglingen, arbeiteten beim Rettungseinsatz Hand in Hand. (Foto: Gerhard Dubinyi)

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